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Heimspiel gegen HSV II: Mit Sieg Kluft nach unten vergrößern

(ms) Am Sonntag wollen sich die Frauen der SG Wattenscheid 09 mit einem Erfolg gegen die Reserve des Hamburger SV ein Stück weit von der Abstiegszone absetzen. Auf welcher Platzanlage dieses Spiel (Anstoß 14:00 Uhr) über die Bühne gehen wird, ist gegenwärtig aufgrund der Niederschläge der letzten Tage sowie wegen der Mehrfachbelastung des Lohrheidestadions noch nicht absehbar und wird sich erst am Samstag entscheiden.

Zunächst wird der Rasen des Lohrheidestadions am Freitagabend einer Belastungsprobe unterzogen, wenn die Männer der SG 09 im Revierderby gegen Westfalia Herne antreten. “Die werden uns den Platz umpflügen”, fürchtet Jörg Amthor, Trainer der 09 Ladies und macht sich insgeheim schon auf einen Zwangsumzug gefasst. Als Ausweichmöglichkeit sind sowohl die Kunstrasenanlage an der Berliner Straße oder aber die Platzanlage Espenloh ein Thema. Doch eine Entscheidung wird erst im Laufe des Samstag fallen. “Die Anstoßzeit von 14:00 Uhr bleibt doch von einer Verlegung unberührt”, betont 09-Geschäftsführer Gerd Abstins.

“Der Kunstrasen ist für uns ein ungewohnter Untergrund. Ich weiß nicht, inwieweit dies auch auf die Hamburgerinnen zutrifft”, kann sich Jörg Amthor nur schwerlich mit einem anderen Belag anfreunden. “Ein guter Fußballer will nicht freiwillig auf Kunstrasen spielen. Dieses Geläuf birgt auf Dauer zu viele Verletzungsrisiken. Außerdem geht uns an der Berliner Straße die Heimspielatmosphäre des Lohrheidestadions verloren”. Doch dies muss nicht zwingend ein Nachteil sein, sind die 09erinnen doch vor eigenem Publikum in der laufenden Zweitliga-Spielzeit bislang ohne jeden Punktgewinn.

Die Vorfreude auf die kommenden Aufgaben ist dennoch spürbar. Die jüngsten Auswärtssiege in Kiel und Bad Oldesloe schüren das Selbstvertrauen der böse fehlgestarteten jungen Mannschaft, die nun zum ersten Mal in der Tabelle über dem nächsten Gegner steht. Mit den folgenden Spielen gegen die abstiegsbedrohten Teams des HSV, SV Hohen Neuendorf und Werder Bremen können sich die 09 Ladies im Optimalfall entscheidend von der Abstiegsregion absetzen.

Das sieht auch der Trainer: “Wir wollen die Kluft zum Relegationsplatz vergrößern. Ich werde aber einen Teufel tun und uns gegen den HSV als Favoriten entfremden.” Er fordert von seiner Mannschaft den Ehrgeiz, den sie zuletzt beim 4:0-Triumph beim FFC Oldesloe an den Tag gelegt hat. “Wir müssen wieder die wichtigen Zweikämpfe gewinnen. Wenn wir das umsetzen und zeigen, dass wir das Spiel gewinnen wollen, sehe ich gute Chancen. Das Team muss sich selbst die beste Leistung abverlangen wollen und im Kollektiv die Leistung vom Oldesloe-Spiel auf das nächste Spiel übertragen”, so die Forderung des Trainers.

Welche taktische Formation der Trainer am Sonntag aufbieten wird, vermag er gegenwärtig noch nicht zu sagen. “Julia Bolle steht uns maximal für den Notfall zur Verfügung”, so der Coach. Ihre Bänderverletzung in Oldesloe entpuppte sich gottlob “nur” als schmerzhafte Zerrung an einer vorgeschädigten Stelle. “Sie kann schmerzfrei gehen. Wir werden ihre Beschwerden physiotherapeutisch ablindern. Doch ob sie am Sonntag spielen kann, entscheidet sich kurzfristig nach einem  Belastungstest”, ist Jörg Amthor vorsichtig. Auch hinter Katharina Rogalla, die das Training wegen einer Muskelzerrung abbrechen musste, steht ein Fragezeichen. Ansonsten sieht der Trainer seine Mannschaft aber physisch in einem Top-Zustand.

Nächstes Spiel:
SG Wattenscheid 09 - Hamburger SV II
2. Bundesliga - 8. Spieltag
Sonntag, 8. November 2009, 14:00 Uhr

Autor: Michael Seiss

Eingestellt am 6. November 2009 • Kategorie: 2. Bundesliga NORD, Amateurmarkt Allgemein, Frauenfußball-Bundesliga, Im Land der Weltmeisterinnen, SG Wattenscheid 09, Victoria Gersten

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