Emden strebt Duelle mit dem SV Meppen an
hsz/hege Emden/Meppen.-In der nächsen Saison gibt es womöglich wieder Derbys zwischen dem SV Meppen und Kickers Emden in der Fußball-Oberliga – zumindest, wenn es nach den Ostfriesen geht.
Wie der Verein aus der Seehafenstadt gestern ankündigte, wird nach dem Rückzug aus der 3. Liga der Start in der Fünftklassigkeit angepeilt. „Wir kennen die Zahlen, die in der Regionalliga gefordert werden“, erklärte der Emder Präsident Engelbert Schmidt. „Das können wir wohl nicht schultern.“ Eine endgültige Entscheidung, in welcher Spielklasse die Kickers in der Saison 2009/10 antreten, wird der Norddeutsche Fußballverband voraussichtlich bis Ende dieser Woche fällen. Schmidt fügte hinzu, sein Amt im November abgeben zu wollen. Zu Rücktrittsgerüchten sagte der Präsident: „Ich schmeiße nicht hin und gehe auch nicht von Bord. Die Gesamtsituation ist sehr traurig für uns alle, aber es nützt nichts – es muss weitergehen.“
Der Emder Verzicht auf die Regionalliga hat weitreichende Folgen. So besteht die Möglichkeit, dass der aus der Regionalliga West abgestiegene BV Cloppenburg in der nächsten Saison in der Regionalliga Nord spielt – und damit doch nicht absteigt.
In der 3. Liga profitiert Wacker Burghausen und steigt nicht mehr ab. Die Auswirkungen auf die drei Regionalligen sind indes noch unklar. Manuel Hartmann aus der DFB-Abteilung Spielbetrieb sieht die Regionalliga als eine Liga mit drei Staffeln an. Folglich wären alle drei Ligen – jeweils die besten Absteiger – betroffen: im Süden die SpVgg Unterhaching II (falls der Klassenerhalt tatsächlich gewünscht wird), im Westen der BV Cloppenburg (falls Oggersheim keine Lizenz bekommt) und im Norden Türkiyemspor Berlin. In diesem Fall müsste eine Relegationsrunde gespielt werden. Laut Hartmann gibt es aber auch Argumente für das Regionalprinzip – dann würde Türkiyemspor nicht absteigen. Die Entscheidung werde das DFB-Präsidium fällen.
Der BV Cloppenburg würde bei einem Klassenerhalt in den Norden eingereiht. Denn die Absteiger aus der 3. Liga werden allesamt dem Süden zugeordnet. Und im Norden bleibt der Aufsteigerplatz von Holstein Kiel frei. Andernfalls käme Hessen Kassel in den Norden.
Eine weitere Unwägbarkeit ist der SV Wilhelmshaven, der möglicherweise ebenfalls auf die Regionalliga-Teilnahme verzichtet. Dann bliebe Türkiyemspor vom Abstieg verschont. In deren Rolle als Profiteur des Emder Rückzugs käme aus dem Norden Schlusslicht Energie Cottbus II, weil Altona 93 und Sachsen Leipzig keine Lizenz erhalten haben.
Quelle: Emslandsport
Eingestellt von Rene Werner
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