Bezirks-Ober-Emsland
Zähne ausgebissen
Von Holger Szyska
Biene.-Auch der SV Holthausen/Biene hat es nicht geschafft, den TuS Esens in die Knie zu zwingen: Nach dem 0:0 am Biener Busch sind die Gäste aus Ostfriesland seit mittlerweile 14 Spielen in der Fußball-Bezirksoberliga ungeschlagen.
Zugleich haben die Biener Aufstiegsambitionen einen Dämpfer erhalten. „Wir können nur noch auf Platz zwei hoffen“, sagte ein enttäuschter Biener Trainer Bernhold Nünning angesichts der Ergebnisse der Konkurrenz. Er machte seiner Mannschaft aber keinen Vorwurf: „Die Jungs haben alles gegeben. Esens hat nur hinten dringestanden und nicht einmal auf unser Tor geschossen.“ Gegen einen derart abwehrstarken Gegner sei es allerdings nötig, „aus wenigen Situationen ein Tor zu machen“.
Den Platzherren gelang es jedoch nicht, die harte Nuss aus Esens zu knacken. Vor allem am umsichtigen Abwehrorganisator Dirk Blech biss sich die Offensivabteilung die Zähne aus. Zwar waren die Gastgeber optisch überlegen, in der Gefahrenzone aber nicht durchschlagskräftig genug. Chancen ergaben sich fast nur aus Standardsituationen. Doch bei TuS-Schlussmann Wilko Reichow war stets Endstation. Freistöße und Ecken seien „katastrophal“ gewesen, kritisierte Nünning.
Lediglich zweimal hatten die Zuschauer einen Jubelschrei auf den Lippen. In der 38. Minute profitierte Opitz von einem Fehlpass des Esensers Sören Siemens. Opitz bediente Zevenhuizen, der den TuS-Keeper tunneln wollte. Das misslang. Eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff fiel Werner Hoffschröer das Leder vor die Füße, das er aus aussichtsreicher Position an das Außennetz beförderte.
Quelle: Emslandsport
Hoher Aufwand bringt den Sieg
Von Mike Röser
Spelle.-In der 81. Minute ließ sich Thorsten Schütte von der Bank Wasser reichen. Der Mittelfeldstratege des SC Spelle-Venhaus trank – und pfefferte die Flasche auf den Boden. Ein Ausdruck seiner Meinung zum 3:1 (1:1)-Heimsieg in der Fußball-Bezirks oberliga gegen Abstiegskandidat Concordia Ihrhove, durch den Spelle seine Aufstiegschancen wahrte.
Zum Zeitpunkt von Schüttes kleinem Ausbruch führte Spelle 2:1, ließ jedoch Souveränität vermissen und verpasste es, die Entscheidung herbeizuführen. Dabei spielten die Gastgeber lange in Überzahl: Ihrhoves Christian van Hoom hatte Gelb-Rot wegen Reklamierens gesehen, nachdem der Schiedsrichter auf den Punkt gezeigt hatte: Labinot Hasani war gefoult worden, Daniel Rehers verwandelte sicher zum 1:0 (32.).
Dass der SCSV sich nicht absetzen konnte, hatte zwei Gründe. Zum einen fehlte einigen Spellern der Mut, selbst den Abschluss zu suchen. Zum anderen hatten die Gäste in Timo Löning einen Stürmer, der mit allen erlaubten sowie vielen unerlaubten Mitteln für Unruhe sorgte und ausglich (42.).
Eine Punktteilung wäre aufgrund der Überlegenheit dennoch ungerecht gewesen. Das sah auch Spelles Trainer Michael Schmidt, der sich am Ende selbst einwechselte, so: „Die Entscheidung muss viel früher fallen.“ Doch sie fiel erst in der Nachspielzeit – und war symptomatisch: Bei einem Konter versucht Börger auf Cosar zu legen, ein Ihrhover stört, Börger erobert den Ball und schießt, der Torhüter hält, Cosar kommt an den Ball und legt auf Börger ab, der den Ball über die Linie schiebt – viel Aufwand für ein einfaches Tor.
Quelle: Emslandsport
0:4 – Papenburg chancen- und leidenschaftslos
fa Papenburg.-Auf emsländische Schützenhilfe aus Papenburg mussten die Fußball-Bezirksoberligisten SC Spelle-Venhaus und SV Holthausen/Biene gestern verzichten. Der SC Blau-Weiß unterlag dem Aufstiegsaspiranten VfL Oythe klar mit 0:4 (0:1).
Knackpunkt der Partie war eine Notbremse von Dennis Widder in der 40. Minute. Der Papenburger sah für die Aktion die Rote Karte, der fällige Strafstoß führte zum 0:1. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten die Fehnstädter die Partie ausgeglichen gestalten und sich auch Chancen herausspielen. Nach dem Seitenwechsel jedoch spielte fast nur noch eine Mannschaft: Oythe. Weil sich die Blau-Weißen zu zehnt nicht an die von Trainer Walter Rusche in der Pause ausgegebene taktische Veränderung mit einer verstärkten Defensive hielten, gelangte der VfL immer wieder gefährlich bis vor das Tor von Frank Mülder. Innerhalb von fünf Minuten machten die Gäste alles klar.
Doch selbst beim Stande von 0:4 war der Tabellenzweite dem fünften Tor näher als die Hausherren dem Ehrentreffer. BW-Vorsitzender Dieter Janssen kritisierte den im zweiten Durchgang „leidenschaftslosen“ Auftritt und warnte davor, sich mit derartigen Leistungen den guten Zuschauerzuspruch zu verspielen, den man sich monatelang erarbeitet habe.
Quelle: Emslandsport
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