Arning: Sieg ist absolute Pflicht
TuS Lingen vor Schlüsselspiel in Leer – „Wir haben nun mehr Gemeinschaftsgefühl“
Lingen (hegt) – Um die vorerst letzte Chance auf den Klassenerhalt kämpft der TuS Lingen am Sonntag (1. März) ab 15 Uhr im Emsland-Stadion gegen Germania Leer. Das neue Schlusslicht muss im März die Ernte einfahren, um im Herbst nicht gegen Gro-ßefehn, Jeddeloh, Dinklage, Melle und Emsbüren spielen zu müssen.
Von Concordia Emsbüren kam der zu Saisonbeginn verpflichtete Spielmacher des TuS Lingen, Josef Arning (22). Noch heute verfolgt er Sonntag für Sonntag die Duelle des aktuellen Bezirksliga-Spitzenreiters, den er nach vier Seniorenjahren, tollen Pokalerfolgen und ebenso erfolgreichen Jahren in der Bezirksoberliga verließ. Der Lescheder Junge spielte zuvor in der Jugendspielgemeinschaft, die der FC Leschede mit Concordia Emsbüren unterhält.
Josef Arning, sonst kaum verletzungsanfällig, hatte in dieser Serie „die Seuche an den Füßen“. Schon gegen VfL Osnabrück II erlitt er einen Bänderriss. Gerade genesen machte ein Zeh Probleme. Und ausgerechnet im zweiten Duell gegen die Osnabrücker U 23 machten sich erneut die Bänder mit einer Dehnung schmerzhaft bemerkbar.
So kam der 1,73 Meter große Josef Arning, den seit seiner Zugehörigkeit zum TuS Lingen ein aus Familienmitgliedern, Nachbarschaft und Freunden bestehender kleiner Fan-Club begleitet, nur auf bisher 1069 Spielminuten. Die Statistik zeigt bei 16 Duellen drei Einwechslungen und sechs Auswechslungen, aber schon drei Treffer – mehr hat keiner beim TuS – an.
Natürlich würden jetzt nach dem 0:3 in Hameln die Chancen auf den Klassenerhalt schwinden, meint auch Josef Arning. Deshalb sei ein Sieg gegen Germania Leer absolute Pflicht. „Das wird aber sehr, sehr schwer“. Er selbst hat sich für die nächste Serie noch nicht festgelegt; natürlich würde er gerne weiter in der Oberliga spielen – am liebsten beim TuS Lingen.
Dort sei das Gemeinschaftsgefühl deutlich positiver geworden, nachdem in der Winterpause aussortiert worden war. „Einige von denen hatten die Stimmung kaputt gemacht“, erinnert sich Arning nicht gerne an die Hinserie, die auch darunter zu leiden hatte, weil Trainer Jochen Wessels allzu oft Kompromisse machen und Spieler auf ungewohnten Positionen einsetzen musste.
Er selbst sieht sich am liebsten in der Spielgestalter-Rolle; auch auf den Außen könne er Qualitäten entwickeln. „Ich sehe mich darin, Druck nach vorne zu erzeugen“, wünscht sich Arning nicht so gerne Defensivaufgaben.
Der Lagerleiter eines Landmaschinenhändlers in Emsbüren beklagt natürlich auch viele Situationen, in denen dem TuS das Pech förmlich hinterher gelaufen sei oder der Gegner wie jetzt in Hameln von unverständlichen Schiedsrichter- entscheidungen profitierte. „Aber gegen Leer müssen wir so etwas abhaken, da müssen wir durch“, meinte Josef Arning in der Karnevalshochburg Emsbüren in nüchterner Konzentration auf die nächste Aufgabe.
Für den TuS könnte es tatsächlich düster aussehen, wenn erneut nicht gewonnen wird. Lingen hat nur ein (schweres) Nachholspiel, die Abstiegskonkurrenten kommen auf drei oder sogar vier – und das oft gegeneinander. Da werden Wilhelmshaven II und Pewsum, im März noch Gegner der Lingener, Hildesheim, Rehden und Heessel, die April-Kontrahenten, zwangsläufig punkten. Und Leer hat sich bis auf den vierten Rang herangearbeitet; in den letzten 13 Spielen gab es nur Niederlagen gegen das Führungstrio SV Meppen, VfB Oldenburg und Eintracht Nordhorn.
Quelle: Emsland Kurier
Eingestellt von Rene Werner
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