Anstoß der VfB-Partie in Osnabrück stark gefährdet
FUßBALL-OBERLIGA Rasen an Bremer Brücke in schlechtem Zustand – Blitztransfer nicht ausgeschlossen
VON HENNING BUSCH
OLDENBURG – Äußerst fraglich ist der Anstoß der Oberliga-Partie zwischen den Fußballern des VfL Osnabrück II und VfB Oldenburg an diesem Sonntag im Osnabrücker Stadion an der Bremer Brücke. „Ich bin sehr, sehr skeptisch“, sagte Heiko Flottmann, Leiter des Jugendleistungszentrums des Zweitligisten VfL Osnabrück, am Freitagnachmittag auf Nachfrage der NWZ.
„Der Platz im Stadion ist trotz Rasenheizung allein durch die Vorbereitungsspiele der letzten Zeit in einem sehr schlechten Zustand“, erläutert Flottmann. Am Freitagabend spielte darauf zudem das Osnabrücker Zweitliga-Team gegen St. Pauli (2:2).
Ob die Partie tatsächlich abgesagt werden muss, wird im Laufe des Sonnabendnachmittags nun eine Platzkommission entscheiden. Das Ausweichen auf einen anderen Platz in Osnabrück, etwa das Stadion am Klushügel, ist allein schon wegen der Sicherheitsauflagen der Polizei nicht möglich, da dort die Fangruppen beider Lager nicht voneinander getrennt werden können.
„Eine Absage wäre bitter, wir wollen unbedingt spielen, um schnell wieder in den Rhythmus zu kommen“, reagierte VfB-Trainer Joe Zinnbauer enttäuscht auf die Aussagen von Osnabrücker Seite. „Außerdem hatten wir eine sehr gute Vorbereitung und wollen in der Rückserie nun so lange wie möglich den ersten Tabellenplatz verteidigen“, betont Zinnbauer.
Er könnte bis auf den verletzten Ersatztorhüter Rene Damerow (OP nach Kreuzbandriss und Meniskusschaden) sowie Alexander Eckel (wieder im Lauftraining) am Sonntag aus dem Vollen schöpfen.
Unterdessen sehen die Verantwortlichen des VfB Oldenburg dem Ende der Transferperiode an diesem Sonnabend – zumindest äußerlich – gelassen entgegen. „Noch haben wir bis 24 Uhr Zeit“, sagt Zinnbauer und fügt hinzu: „Es gibt keinen unbedingten Handlungsbedarf. Unser Team ist stabil, alle Spieler hängen sich rein. Es müsste schon jemand zu uns kommen, der uns sofort weiterhelfen würde – und dabei auch zu bezahlen ist.“
Zwar habe man einige Akteure vor allem für die Position des Stürmers sowie des linken Außenverteidigers im Auge (Zinnbauer: „Sollte alles passen, wäre ich nicht abgeneigt“), doch noch sei es bisher zu keinem Vertragsabschluss gekommen.
Auch VfB-Vorstand Jörg Rosenbohm bestätigte gerade in den vergangenen 14 Tagen verstärkte Anfragen von Spielern, die bei ihren alten Vereinen unzufrieden seien und sich einen Wechsel zum VfB vorstellen könnten. „Uns sind viele Spieler angeboten worden, aber noch ist nichts spruchreif“, sagte der Zweite Vorsitzende.
Quelle: Nordwest Zeitung
Eingestellt von Rene Werner
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