Lob für Wessels: “Ein fachlicher Spitzentrainer”
Lingen (hegt) – TuS Lingen steht am Scheideweg. “Da kommen jetzt zwei Mega-Endspiele”, meint auch Nico Niemeier angesichts der beiden Auswärts-Partien bei Arminia Hannover (heute, 14 Uhr) und bei den U 23-Akteuren des VfL Osnabrück am kommenden Sonnabend (6. Dezember). Nicht nur auf den Schultern von Nico Niemeier, sondern auch von Ismael Altun-Saban, Michael Ende und des später verpflichteten Alvaro Zalla lasten beim Fußball-Oberligisten TuS Lingen besonders schwere Bürden. Sie sollten als gestandene Oberligisten den Unterschied ausmachen zur Niedersachsenliga-Elf der Vorsaison.
Mit drei Siegen in 15 Spielen, mit mickrigen sieben Toren und mehr Gegentreffern als das Schlusslicht ist der Beweis einer deutlichen Verbesserung bisher nicht erbracht worden. “Jetzt muss aber endlich was kommen”, meint – mit dem Winter-Programm im Blick – Nico Niemeier (25), der “Sechser” oder zusammen mit Manuel Wittmoser (26) das Defensiv-Duo im Fünfer-Mittelfeld des TuS Lingen.
Ganz im Gegensatz zu Wittmoser ist Niemeier noch recht frisch beim TuS. Beim FC Schüttorf, seinem Heimatverein, verdiente er sich nach Junioren-Jahren in Lingen und Meppen (A) die ersten Sporen.
In der Oberliga und zwei Spielzeiten lang in der Niedersachsenliga lernte er dort bereits Trainer Wessels kennen. Wessels ging zur Eintracht nach Nordhorn. Niemeier, der vorher schon Kontakt zu Trainer Uwe Rapolder vom Zweitligisten Ahlen gehabt hatte, wechselte zu Emsdetten 05, obwohl damals auch der TuS Lingen um den Bankkaufmann warb.
Niemeier lernte weiter – sowohl beruflich als auch fußballerisch. Er machte sein Abitur nach und ist heute BWL-Student in Osnabrück. Zusammen mit Altun-Saban und Tobias Schimmöller hat der 25-Jährige seit fünf Monaten eine Fahrgemeinschaft nach Lingen.
Jetzt weiß er, was die Zeit geschlagen hat. Er wünscht sich Unterstützung – “Kleinigkeiten können im Abstiegskampf entscheiden” -, Professionalität rund um die Elf, weiß aber auch, dass die Mannschaft sich – bedingt durch allerlei Verletzungen – erst jetzt gefunden habe und von einem “fachlich Spitzentrainer” geführt werde. “Wessels ist auch nicht mehr so verbissen wie früher und auch im zwischenmenschlichen Bereich top”, verteilt er weiteres Lob.
Quelle: Emsland Kurier
Eingestellt von Rene Werner
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