Schulz beklagt fehlende Alternativen
FUßBALL-REGIONALLIGA BV Cloppenburg empfängt Leverkusen II – Team steht mit Rücken zur Wand
Den Regionalliga-Fußballern des BV Cloppenburg stehen raue Zeiten bevor. Nach vier Niederlagen und nur einem Zähler aus den vergangenen fünf Partien laufen die Mannen von Trainer Frank Schulz am Sonnabend (14 Uhr) als Träger der Roten Laterne gegen die Reserve Bayer Leverkusens in die heimische Arena ein. Das bisherige Schlusslicht Wormser Wormatia überholte den BVC am Mittwoch dank eines 1:0-Sieges in Kleve.
Trainer und Spieler sind mehr denn je gefordert: Das Team muss punkten. Wege, wie er das grelle Licht der Roten Laterne löschen kann, könnte Schulz am Mittwoch an alter Wirkungsstätte gefunden haben. In Bochum wurde er Augenzeuge von Hoffenheims 3:1-Sieg. „Man denkt immer über Änderungen nach. Die ganz großen Alternativen gibt es aber vor allem hinten nicht“, weiß der langjährige Profi um die Schwierigkeiten seines Jobs.
Immerhin verfügt der Westfale über den nötigen Schuss Gelassenheit, um mit der durchaus als prekär zu bezeichnenden Situation klarzukommen. Seine Parole ist seit Wochen die gleiche: „Kämpfen, rennen und Fehler minimieren.“ Fest steht: Damit sich die Cloppenburger die in Münster sowie daheim gegen Verl und Kleve verschenkten Punkte wiederholen können, müssen sie für die eine oder andere positive Überraschung sorgen – am besten schon am Sonnabend, um das angekratzte Selbstbewusstsein aufzupolieren.
Die Werkself aus Leverkusen arbeitete sich zuletzt mit einem knappen 2:1 gegen Trier auf Rang neun vor. Als Tormaschine entpuppten sich die Gäste bislang aber nicht. Nur zwölfmal in zehn Partien beulten sie das gegnerische Netz aus.
Der Star bei Bayer sitzt mit Trainer Ulf Kirsten ohne Frage auf der Bank, auch wenn der 36-jährige Teamsenior und Abwehrorganisator Markus Happe ebenfalls über reichlich Erstliga-Erfahrung verfügt. Der 42-jährige Kirsten absolvierte für die DDR und den DFB exakt 100 Länderspiele, in denen er stolze 34 Treffer erzielte. In 13 Jahren im Bayer-Dress holte sich „der Schwatte“ dreimal die Torjägerkanone.
Um Kirsten – dessen Sohn kurioserweise Torhüter bei Drittligist Dynamo Dresden ist – am Sonnabend die Laune zu verderben, könnte Schulz, der eventuell auf Innenverteidiger Christian Willen (Zerrung) verzichten muss, in die Trickkiste greifen. Nicht auszuschließen ist, dass Sergej Zimin oder der bislang kaum berücksichtigte langjährige Oberligaknipser Alket Zeqo in der Startelf stehen.
Cloppenburgs Sportlicher Leiter Alo Weusthof, der Leverkusens 2:1 über Trier im Kölner Südstadion verfolgte, wird Schulz auf jeden Fall mit zahlreichen Infos füttern. „Leverkusen ist eine typische Zweitvertretung“, meint Weusthof. „Die Spieler sind jung, schnell und technisch stark. Aber in dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Ich habe ein gutes Gefühl“, versprüht der Meppener Optimismus.
Quelle: Der Münsterländer
Eingestellt von Schreiberling
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